Turnierbericht der BC Feuersee Stuttgart Open 2007
Vom 07. bis 09.06. trafen sich beim BC Feuersee in Stuttgart, Ludwigsburg und Leonberg 135 Billardspieler aus ganz Deutschland, um die Teilnehmer für die Finalrunde der BC Feuersee Stuttgart Open 2007 am 10.06. zu ermitteln. Hierunter waren wie auch im Vorjahr zahlreiche Topspieler der ersten und zweiten Bundesliga zu finden.
Im Finale der besten 32 wurde dann hart um das Preisgeld in Höhe von 6.007 EUR gekämpft und Billard vom Feinsten gezeigt. Bereits in der Hauptrunde trafen einige Favoriten aufeinander, wodurch die Verliererrunde bereits früh durch Topspieler wie Klaus Zobrekis, Jakob Belka und Roman Hybler aufgemischt wurde. Während sich Zobrekis und Hybler den Weg durch die Verliererrunde bahnten, konnten neben den späteren Finalisten Mehmet Cankurt und Christian Reimering auch Benjamin Baier und Marco Tschudi relativ ungefährdet über die Gewinnerrunde in das Finale der letzten acht Teilnehmer vordringen. Auch die beiden Straubinger Spieler Georg Wilhelm und Stephan Ullmann kämpften sich sicher durch die Runde der Verlierer und komplettierten somit die K.O.-Runde der besten acht. Die Tatsache, dass sieben dieser acht Spieler in der ersten bzw. zweiten Bundesliga spielen und der achte im Bunde kein geringerer als Klaus „Z9“ Zobrekis sein sollte, versprach den gespannten Zuschauern einige hochkarätige Partien und wie sich herausstellte, sollten diese Erwartungen nicht enttäuscht werden.
In der Runde der letzten acht wurde dann neu gelost, wobei die Spieler der Gewinnerrunde gegen die der Verliererrunde anzutreten hatten. Mehmet Cankurt konnte sich mit einem 9:5 gegen Georg Wilhelm durchsetzen. Klaus Zobrekis und Roman Hybler kamen jeweils mit einem 9:4 ins Halbfinale. Christian Reimering hatte mit Stephan Ullmann zu kämpfen und konnte sich letzten Endes mit 9:7 durchsetzen.
Anschließend ging es im Halbfinale ums große Geld, was man den Partielängen und der knisternden Spannung ansehen konnte. Es wurde auf höchstem Niveau gespielt, man schenkte sich nichts und so mancher Aufbau benötigte mehr Zeit als das eine oder andere Spiel. Besonders die Partie Hybler gegen Reimering war ein absoluter Kracher. Es wurde weit über zweieinhalb Stunden um jeden Ball gekämpft und Billard vom Allerfeinsten gezeigt. Reimering konnte zunächst souverän mit 4:0 in Führung gehen, doch Hybler fand im Verlauf der Partie immer besser zu seinem Spiel und konnte sich allmählich zum 7:7 herankämpfen. Zunächst gelang es ihm, mit 8:7 in Führung zu gehen und viele Beobachter sahen ihn bereits als Finalisten, doch ein Stellungsfehler Hyblers im folgenden Spiel sollte Reimering genügen, um letzten Endes auszugleichen und die Partie mit 9:8 für sich zu entscheiden. Viele Zuschauer waren sich sicher, nach diesem erstklassigen Match und einigen unglaublichen Stößen das beste Spiel bereits gesehen zu haben. Im zweiten Halbfinale hatte Klaus Zobrekis nicht nur mit seinem Gegner Mehmet Cankurt, sondern auch noch mit Rückenbeschwerden zu kämpfen. Der stark aufspielende Cankurt hätte ihm aber auch an schmerzfreien Tagen sicher Probleme bereitet. Er konnte sich schließlich mit einem abermals knappen 9:7 ins Finale spielen.
Das Spiel um Platz drei wurde auf Wunsch der Spieler Hybler und Zobrekis auf sieben Gewinnspiele verkürzt ausgetragen. Bereits nach einer guten halben Stunde stand der Gewinner der Partie fest und Roman Hybler konnte sich über den dritten Platz freuen.
Das Finale dauerte abermals deutlich über zwei Stunden und bot den Zuschauern nochmals Billard vom Allerfeinsten. In einer fortwährend knappen Partie gaben sich die Finalisten keine Blöße und kämpften sich Kopf an Kopf voran, was das Spiel bis zuletzt offen und spannend machte. Nachdem Reimering beim Stand von 8:7 ein Safeversuch missglückte, visierte Cankurt eine sehr schwierige 1-9-Kombination an. Die Neun sollte aber klappern und blieb im Eckloch liegen. Reimering behielt die Nerven, räumte souverän die schwierige Situation ab und konnte zum Matchgewinn anstoßen. Nachdem hierbei drei Bälle gefallen waren, sah es zunächst nach einem Ausstoß aus, doch die Vier hatte etwas dagegen und stellte sich zwischen Weiße und die zu spielende Zwei. Reimering spielte Push-out und Cankurt versenkte die schwierige Zwei (Fußpunkt) von der Kopfbande aus. Hierbei stellte er sich eine schwierige Position auf den folgenden Ball und verschoss diesen. Nachdem Reimering den nächsten Ball lochen konnte, fiel die Spannung sichtlich von ihm ab und er zeigte durch Faustballen eine erste Gefühlsregung. Die folgenden Bälle wurden versenkt und Christian Reimering stand kurz vor Mitternacht als Sieger der zweiten BC Feuersee Stuttgart Open fest.
Der BC Feuersee dankt allen Spielern für ihre Teilnahme und besonders seinen Mitgliedern für ihren engagierten Einsatz bei der Turnierleitung, am Grill und an der Gesamtorganisation der zweiten BC Feuersee Stuttgart Open.
Die Organisation des Turniers wurde im Vergleich zum letzten Jahr deutlich verbessert und alle Spieler freuten sich sichtlich darüber, dass die Preisgelder dieses Mal bar und nicht per Scheck ausbezahlt wurden ;-) . Wir werden uns bemühen, das Turnier im nächsten Jahr weiter zu verbessern, um noch mehr Teilnehmer zu gewinnen und das Preisgeld noch erhöhen zu können. Wir freuten uns über das positive Feedback, das uns von vielen Seiten erreichte. Hierfür bedankt sich der Vorstand des BC Feuersee im Namen aller Beteiligten und Helfer ganz herzlich.
Besonderer Dank gilt den Sponsoren, den Lokalbetreibern der Sportcafés sowie der Stadt Stuttgart für ihre tat- bzw. finanzkräftige Unterstützung.
Wir hoffen, alle Teilnehmer im nächsten Jahr wieder begrüßen zu dürfen und wünschen bis dahin allen das Beste und Gut Stoß!!!
Euer BC Feuersee
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